Master Arabistik-Islamwissenschaft-Semitistik (AIS)

Master Arabistik-Islamwissenschaft-Semitistik (AIS)

Inhalt

Die Lehrveranstaltungen des Masterstudiengangs AIS gliedern sich in drei Themenkomplexe, von denen je 2-3 kombiniert werden können:

1. Arabische Literatur

Hier erfolgt eine philologisch fundierte Beschäftigung mit der klassischen und modernen arabischen Poesie und Prosaliteratur im Original, die Behandlung der kulturgeschichtlichen und politischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Texte und Gattungen unter der Berücksichtigung von Textgeschichte und Textkritik.

2. Arabistik-Semitistik (Wahlschwerpunkt)

Dieser Studienschwerpunkt ist vorwiegend sprachwissenschaftlicher Natur, berücksichtigt jedoch auch die kulturelle Einbettung sprachlicher Erscheinungen und Entwicklungen sowie sprachwissenschaftlicher Fragestellungen. Er umfasst die Einarbeitung in die einheimisch‑arabische Tradition der Grammatikschreibung, deren kontrastive Gegenüberstellung mit modernen linguistischen Ansätzen, sowie die Sprachwissenschaft des Semitischen, aber auch des Afroasiatischen (d.h. der Sprachfamilie, die dem Semitischen übergeordnet ist). Insgesamt wird dem Hebräischen und seinem Vergleich mit dem Arabischen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nicht zuletzt ebnet die intensive Beschäftigung mit dieser Sprache auch den Zugang zur jüdisch-arabischen Textkultur. Letztere nimmt mit Blick auf zentrale Aspekte der arabisch-islamischen Kultur sowie der arabischen Sprachgeschichte und Dialektologie eine Schlüsselrolle ein und findet daher in diesem Studienschwerpunkt besondere Berücksichtigung.

3. Islamwissenschaft (Wahlschwerpunkt)

Dieser Schwerpunkt zeichnet sich durch eine vertiefte Beschäftigung mit dem Koran und seiner Hermeneutik aus. Das besondere Augenmerk liegt auf einer philologisch fundierten Analyse des Korantextes und seiner historisch-kritischen Kontextualisierung. Dabei wird die vorislamisch-arabische Poesie wie auch das interreligiöse Umfeld der koranischen Verkündigung berücksichtigt. Hinzu kommt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Koranexegese und weiteren relevanten Quellen des Islams. Ein weiteres zentrales Anliegen ist die Behandlung von Fragen der modernen Koraninterpretation. Dadurch soll vermittelt werden, wie koranische Lehren unter veränderten Lebensbedingungen ausgelegt werden. Einblicke in aktuelle Diskussionen um die Auslegung des Korans können beispielsweise durch gemeinsam mit dem Department für Islamisch-religiöse Studien (DIRS) durchgeführte, interdisziplinäre Lehrveranstaltungen gewonnen werden.

Im Rahmen von „Kontextualisierungsmodulen“ besteht die Möglichkeit, Veranstaltungen aus dem Lehrangebot des Masterstudiengangs „Nahoststudien“ in das Curriculum des AIS-Masters zu integrieren. Auf diese Weise wird es den Studierenden ermöglicht, das orientwissenschaftliche Profil der FAU Erlangen-Nürnberg auszuschöpfen, welches sich unter anderem durch spezielle, nahostbezogene Lehre und Forschung in den Fachbereichen Politik, Wirtschaft, Recht, Geographie und Theologie manifestiert.

Bei Interesse erhalten Sie weitere Auskünfte auf Anfrage bei Prof. Dr. Georges Tamer (Islamwissenschaft) und Prof. Dr. Lutz Edzard (Arabistik/Semitistik).

Zulassungsvoraussetzungen

  • Bachelorabschluss im Fach Orientalistik, Islamwissenschaft und/oder Arabistik/Semitistik oder in einem anderen orientbezogenen Fach mit einer Abschlussnote von mindestens 3,00.
  • Bestehen eines Auswahlgesprächs (findet nur statt bei einer Bachelorabschlussnote zwischen 3,00 und 2,51).
  • Sprachkenntnisse in Arabisch mindestens auf dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (Nachweis von Arabischkursen im Umfang von mindestens 40 ECTS-Punkten oder äquivalente Sprachzertifikate (z. B. UNIcert Stufe II oder höher).

Bewerbung